Man hat uns mal gefragt hat, warum wir keine Informationen zur Gesundheit, Wesensfestigkeit, etc. in den Zuchten und auf unserer Seite haben. Deswegen möchten wir ein paar Zeilen dazu schreiben.  Wir glauben man sieht es am besten auf unseren Bildern und in den Erfolgen wie die Hunde aufgezogen und gezüchtet werden. Hier ein paar Stichpunkte welche man oft auf den Webseiten findet und unsere jeweilige Meinung dazu.

Wesensfest
Wesensfeste Akitas kennen wir, wenn wir ehrlich sind, nur eine handvoll. Die Gründe sind unterschiedlich und beginnen bei den genetischen Charakter-Anlagen von Vater und Mutter sowie Opa und Oma. Es folgt die Zeit während des Aufwachsens beim Züchter (war der Welpe im Rudel mit älteren Hunden, fraß er alleine, welche Atmosphäre war beim Züchter, welche Reize, usw.), wie wurde der Welpe beim Züchter sensibilisiert (erst ab der 6 oder 7 Woche? das ist oft schon zu spät), wie wuchs der Welpe in der neue Familie auf (über vorsichtig?) wie wurde er an Artgenossen gewöhnt? Wie wird er im Jugendalter sowie als Erwachsener erzogen (mit welchen Methoden).

Erst wenn diese Bedingungen den Akita positiv bestärkt haben – kann man von einem wesensfesten Akita sprechen!

Typvoll
Wie kann man Welpen als typvoll beschreiben, wenn es doch die unterschiedlichen Typen gibt! Es gibt nicht den einen Typ Akita.

Unterschiede gibt es in der Körperstatur (Körperbau), Brustbreite und -Tiefe, Länge des Körpers, Kopf (Augen + Ohren) usw.
Dementsprechend beruht die Eigenschaft ‚typvoll‘ beim Akita auf subiektiven Vorstellungen der Züchter, je nachdem wie sie den Akita-Standard auslegen.
Noch dazu helfen die vielen Splittergruppen unter den weltweiten Züchtern neben dem FCI (wie JKC und AKIHO) nicht grade einen einheitlichen Typ zu züchten.
Jeder der Gruppen sieht nur seinen eigenen Profit und ändert mal den Standard damit wieder mehr Hunde exportiert werden können. Man muss dazu wissen, in Japan ist es ein riesiger Wirtschaftszweig.

Ausstellungshund
Der Ausstellungshund wird nicht geboren, genauso wenig wie er zufällig aus dem Mutterleib fällt.  Auch erkennt man bis 4 Monate nicht, welches Potential in Sachen Show der Welpe mitbringt. Erst in den darauf folgenden Monaten entwickelt sich der Welpe in den Eigenschaften aus, die seine Show-Qualitäten zeigen.
Zudem müssen auch noch andere Faktoren passen:
– genetische Anlagen von Vater und Mutter, Opa und Oma
– Erfahrung zur Vererbung seiner Zuchthunde und Zuchtlinie beim Züchter. Ehrlicher Umgang mit Stärken und Schwächen seiner Hunde.
– keine zufälligen Verpaarungen von neuen Linien ohne die Vorfahren und deren  Nachzuchten zu kennen (Gesundheit, Aussehen, Typ, Charakter).
– Training (Methode, usw.)
– Charakter des Hundes
– Ernährung beim Züchter und beim neuen Besitzer

Gesundheit
Selbstverständlich möchte jeder Züchter gesunde Welpen zur Welt bringen. Wenn er das nicht wollen würde, wäre er die längste Zeit Züchter gewesen und er kann sich ein neues Hobby oder eine neue Leidenschaft suchen.
Aber nichts ist sicher! Und schon gar nicht die Gesundheit!
Viel zu viele Faktoren beeinflussen die Gesundheit von Mensch und Tier. Beim Hund sind dies zum Beispiel:
– Erfahrung des Züchters über Vererbung seiner Zuchthunde
– Gesundheitliche Versorgung in allen Lebensabschnitten
– Ernährung beim Züchter und beim neuen Besitzer
– Umfeld und Atmosphäre beim Züchter und neuen Besitzer (Stress, usw.)
– Erziehungsmethoden, und noch vieles mehr.
Je mehr neue Hunde in eine bestehende Zucht(-Linie) eingekreuzt werden, desto größer ist die Unsicherheit was die Kombination der Erbanlagen von Vater und Mutter angeht. Sind die neuen Zuchthunde etwa gar nicht aus Europa oder sind die Vorfahren und Nachkommen nur über Fotos zuordnungsbar, weiß keiner in Gänze, ob diese gesund sind oder gesund waren.
Zudem sind einige dem Akita typischen und zugeordneten Rassekrankheiten nicht ausreichend wissenschaftlich erforscht um diese als genetisch zu deklarieren.
Bedenkt man zudem wie wichtig dem Menschen in Deutschland die Gesundheit ist (so wichtig, dass seit über 10 Jahren der Gesundheitssektor boomt), so liegt es nahe, dass auch in der Hundezucht mit dem Wort „Gesundheit“ viele Käufer angezogen werden können.
Teilweise geht es sogar soweit, die Hunde vom konkurrierenden Züchter oder die Vorfahren der Hunde schlichtweg als krank zu betiteln, nur damit man selbst schneller einen Welpen verkauft. Letztendlich konkurrieren die Züchter mit den Schlagworten wie ‚wesenfest‘, ‚typvoll‘ und ‚gesund‘ um die Gunst der Akita-Liebhaber.

Was einem Jeden durch die voraus geschickten Zeilen spätestens jetzt bewusst sein sollte ist, dass diese Eigenschaften weder alleine vom Züchter vorbestimmt werden können, noch die Sicherheit oder ein Versprechen bis ins hohe Hundealter diesbezüglich vom Züchter abgegeben werden können.