England 2017 Crufts

England 2017 Crufts

Ja, wir haben es getan, wir haben uns im März auf die Insel gewagt 😉 Genauer gesagt, nach England auf die Crufts.

Zu unseren Erlebnissen und Eindrücken möchten wir euch ein paar Zeilen schreiben.

Wir haben schon lange mit dem Gedanken gespielt nach England zu fahren und an der Crufts teilzunehmen. Ende 2016 haben wir es dann beschlossen.

Mit dieser Entscheidung gingen die Schwierigkeiten und Herausforderungen los J.
Schon die Anmeldung des Hundes war ein Problem, da die Übersichtlichkeit der Webseiten der Veranstalter und des Kennel Clubs zu wünschen übrig lässt. Man kann den Hund nicht einfach zu einer Show anmelden, nein, man muss den Hund erst im Kennel Club registrieren. Durch die Registrierung bekommt man eine Nummer und erst mit dieser Nummer ist es möglich an den Shows in England teilzunehmen. Da der Club zu dieser Zeit etwas Probleme mit seinen Systemen hatte, bangten wir um die Nummer, da der Meldeschluss für die Crufts immer näher rückte. Erst nach ein paar Telefonaten konnten wir es beschleunigen. Wir bekamen die Registrierungsnummer und konnten uns an der Crufts anmelden.

Jetzt ging es mit der Planung los.
Da wir diese Reisen nicht nur wegen einer Ausstellung machen, sondern es immer mit einem Urlaub verbinden ging jetzt die Planung der Reise los: Welche Hotels und Unterkünfte erlauben Hunde, wie überqueren wir den Ärmelkanal und und und.

Nach allen Buchungen mussten wir noch prüfen, was unsere Hunde benötigen um nach England einreisen zu dürfen. Dabei stellten wir fest, dass die Regularien vereinfacht wurden.

Man benötigt eine Wurmkur, die vom Arzt durchgeführt und mit einem Stempel im Hundeausweis bestätigt werden muss. Wichtig ist, der Stempel muss mit Datum und Uhrzeit versehen sein. Die Durchführung der Entwurmung muss 1 bis 5 Tage vor der Einreise nach England durchgeführt und die Tollwutimpfung muss aktuell sein.

Am 03.03.2017 ging es los, wir fuhren gemütlich mit einem voll bepackten Auto los.

32 Kilo Fleisch für die Hunde, Beauty-Koffer für die Hunde, Boxen für die Hunde, Decken für die Hunde, ein kleiner Koffer für uns Menschen und noch Kitesurf-Equipment zum Surfen. Mehr hat auch nicht mehr reingepasst.

Wir fuhren durch Frankreich in Richtung Calais –dort kamen wir um 23:00 Uhr an und übernachteten in einem Hotel. In der Früh sollte es um 7:00 Uhr mit dem Zug weiter durch den Eurotunnel gehen. Warum wollten wir mit dem Zug durch den Tunnel? Weil die Überfahrt nur etwa 35min dauert und wir bei den Hunden im Auto bleiben dürfen. Mit einer Fähre ist dies nicht möglich. Die Hunde müssen im Auto bleiben, die Passagiere müssen an Deck und die Überfahrt dauert 1,5 Stunden.

Um 6:00 Uhr standen wir an einem der Check-In-Schalter und wollten auf den Zug drauf fahren, da sagte man uns, dass wir zuerst die Hunde an einem Hunde Check-In anmelden müssen. Also fuhren wir dort hin. Man hat die Ausweise geprüft, die Chipnummern ausgelesen und verglichen und jetzt kommt’s man sagte uns wir dürfen nicht nach England einreisen.

Warum ?!? Unser Tierarzt hatte die Uhrzeit der Wurmkur falsch eingetragen – im Ausweis der Hunde stand der 03.03.2017 mit der Uhrzeit 8:30 Uhr. Man forderte uns auf bis zur korrekten Uhrzeit, als bis 8:30 Uhr zu warten, erst dann können wir die Einreiseerlaubnis bekommen.

Um uns etwas abzureagieren nutzten wir die Zeit zum Gassi gehen da wir schon auf 180 waren.

Um 8:20 Uhr gingen wir erneut an den Schalter und fragten nach. Da sagte man uns, nein, wir sollen um 8:30 Uhr und besser um 8:35 Uhr kommen und wieder waren wir auf 180 J.

Wir bekamen die Einreiseerlaubnis um 8:35 Uhr und konnten auf den Zug fahren. Zum Glück hatten wir für die Züge einen Flex Tarif gebucht, ansonsten hätten wir neue Tickets kaufen müssen.

Um 9:20 waren wir auf der Insel und im Linksverkehr.

Wir fuhren an London vorbei nach Wales/Dolgellau in den Naturpark Snowdonia. Dort hatten wir ein Haus gebucht, typisch englisch überall Teppich auch im Bad J. Da machten wir uns schon Gedanken wie die Teppiche nach dem Baden/Föhnen des Hundes aussehen werden.

Wales hat fantastische Landschaften, Berge, Weiden, Schafe und natürlich das Meer.

Wir können es nur jedem empfehlen, wenn es einen interessiert man kann dort überall Spazieren gehen und Wandern auch zwischen den Schafen – unsere Hunde hatten täglich ein Highlight und wir lange Arme und einem Muskelkater am Abend 🙂

Dort verbrachten wir bis Donnerstag ein paar schöne Tage, Kiten war leider nicht möglich, da kein Wind war. Da ich noch ein zweites Hobby habe und das Fotografieren semi-professionell betreibe, war die Landschaft und das Wetter mit Sonne/Regen/Wolken – einfach das typisch englische Wetter – perfekt dafür.

Am Donnerstag fuhren wir nach Birmingham in ein Hotel, dort hatten wir für zwei Tage gebucht.

Am Donnerstagabend haben wir noch mit unseren Bekannten aus England geschrieben, damit wir ein paar mehr Infos haben zu den Örtlichkeiten und dann ging es ins Bett – dachten wir.

Ab 24:00 Uhr bis ca. 03:30 Uhr ging alle halbe Stunde im Nachbargrundstück eine Alarmanlage los.

Erst als ich an die Hotel-Rezeption gegangen bin und höflichst J gebeten habe, das Abzustellen oder die Polizei zu rufen konnten wir ab 03:30 Uhr schlafen bis 5:30 Uhr, dann ging der Ausstellungsstress los.

Um 7:30 Uhr waren wir mit aufgequollenen Augen und sehr müde schon auf dem Ausstellungsgelände und in der Halle.

In den Hallen hat jeder Hund seine eigene zugewiesene Box auf der auch schon die zwei Ausfertigungen der Startnummer lagen. Da wir es nicht wussten, dass die Plätze schon zu gewiesen sind, waren wir ein paar Stunden zu früh da, denn das britische politisch korrekte Richten für die Japanischen Akitas ging erst um 13:30 Uhr los. Die Ausstellung ist vergleichbar mit einer Weltausstellung, viele Stände, große Ringe, Essen, Essen und nochmal Essen und das Verlassen der Ausstellung ist erst ab 16:00 Uhr möglich.

Am Samstagmorgen fuhren wir gemütlich nachhause und erreichten die Heimat um 23.00 Uhr.

Es war ein Erlebnis, wer es sich antun möchte sehr gerne – jedoch sollte man keine großen Ambitionen auf einen Sieg haben, denn erst kommen die Engländer und dann der Rest.

Es gibt auch Ausnahmen, die politisch korrekt gerichtet werden 🙂

Das Land England bzw. Wales sind sehr sehenswert für einen Urlaub, beachten sollte man vielleicht dass es recht teuer ist.

Ich hoffe, ich konnte Euch ein paar Eindrücke vermitteln. Sollte jemand mehr wissen wollen, sprecht uns einfach an, da wir auch in England ganz gute Bekanntschaften haben, die gerne helfen.