Frankreich September 2010

Frankreich September 2010

An den ersten drei Tagen fuhren wir von einem Strand zum anderen auf der Suche nach Wind.
Ich glaub aber mein Herrchen hat keinen gefunden, denn er war danach recht stinkig.

Meine Kumpels haben sich die Zeit mit Fahrrad fahren vertrieben.
Sie hatten auch ganz komische Sachen auf dem Kopf, und in der Hose ich glaub, das war eine Pampers.

Und ich watete in den Seen rum. Das war ganz toll, aber ich glaub, dass das nur mir gefallen hat.
Man waren da viele Hunde.

Denen hab ich gleich gezeigt was ein Akita ist. Mein Herrchen war aber darüber nicht recht angetan, denn es gab einen richtigen Anschiss.
Danach war ich beleidigt.

Am Freitag hat man mich auf die Düne von Pilat rauf geschleppt, muss das ein Hunde verstehen? Also ich verstehe es nicht,
ich verstehe auch nicht warum die Menschen da 117 Meter hochklettern.

Da gibt es doch keine Bäume, keine Wiesen, einfach nichts außer Sand. Zum Glück wollten meine Leute nicht die 3 km lange Düne entlang spazieren,
denn da hätte ich in einer typischen Akita-Manier gebockt – die hätten mich dann tragen können.

Dabei gab es so viele Bäume in der Gegend. Mann, hätten die mich bloß losgelassen,
dann hätte ich den größten Pinienwald Europas bepinkeln können.

Aber nein, es ging dann gleich wieder ins Auto. Denn mein Frauchen wollte eine Ölplattform sehen – ja das gibt es auch in Frankreich.
Einen See, in dem sie Öl gewinnen – wahrscheinlich ist der Fisch auch gleich geölt.

Zum Glück ging es dann gleich danach nach Hause und jetzt warten die auf den Wind.
Hoffentlich kommt er bald, sonst wird es sehr anstrengend mit meinem Gefolge.

Ach so, eins habe ich noch vergessen: Man sollte doch den Mercedes-Fahrern sagen, dass Sie auch in Frankreich an der Tankstelle tanken dürfen.
Sie müssen nicht auf dem Trockenen sitzen bleiben.